Festnahme / Verhaftung

Die vorläufige Festnahme durch Beamte des Polizeidienstes (§ 127 StPO) ist für den Betroffenen sowie Familienangehörigen eine Ausnahmesituation, zumal wenn der Betroffene über Nacht im Polizeigewahrsam bleiben muss.

 

In einer solchen Situation gilt:

 

1.

Ruhe bewahren!

 

2.

Schweigen ist Gold! Machen Sie keine Angaben zum Tatvorwurf, ohne sich zuvor mit einem Rechtsanwalt beraten zu haben!

 

3.

Bestehen Sie auf ihr Recht, einen Rechtsanwalt zu kontaktieren / Im Falle eines Telefonats mit einem Familienangehörigen bitte Sie diesen, einen Fachanwalt für Strafrecht zu kontaktieren, damit dieser Sie umgehend aufsuchen und mit Ihnen das weitere Vorgehen abstimmen kann!

Als Fachanwalt für Strafrecht stehe ich Ihnen zur Seite

 

☎ 24 h Notfallnummer:

0174 / 1686118


§ 127 StPO Vorläufige Festnahme

(1) 1Wird jemand auf frischer Tat betroffen oder verfolgt, so ist, wenn er der Flucht verdächtig ist oder seine Identität nicht sofort festgestellt werden kann, jedermann befugt, ihn auch ohne richterliche Anordnung vorläufig festzunehmen. 2Die Feststellung der Identität einer Person durch die Staatsanwaltschaft oder die Beamten des Polizeidienstes bestimmt sich nach § 163b Abs. 1.

 

(2) Die Staatsanwaltschaft und die Beamten des Polizeidienstes sind bei Gefahr im Verzug auch dann zur vorläufigen Festnahme befugt, wenn die Voraussetzungen eines Haftbefehls oder eines Unterbringungsbefehls vorliegen.

 

(3) 1Ist eine Straftat nur auf Antrag verfolgbar, so ist die vorläufige Festnahme auch dann zulässig, wenn ein Antrag noch nicht gestellt ist. 2Dies gilt entsprechend, wenn eine Straftat nur mit Ermächtigung oder auf Strafverlangen verfolgbar ist.

 

(4) Für die vorläufige Festnahme durch die Staatsanwaltschaft und die Beamten des Polizeidienstes gelten die §§ 114a bis 114c entsprechend.